Vergiss die Selbstzweifel! 3 Tipps, um deine Selbstwahrnehmung zu stärken!

Die gesetzliche Schlussverkaufsregel wurde abgeschafft, genauso wie Body Shaming, oder? Trotz vielfacher Bewegungen gegen die Ausgrenzung von Menschen, die nicht der Idealvorstellung der Mehrheit entsprechen, fühlen sich insbesondere Frauen beim Sommerschlussverkauf unwohl. Kein Wunder, denn soziale Medien wie Instagram transportieren eine völlig verzerrte Wahrnehmung von Frauen. Dann heißt es: Die Selbstwahrnehmung stärken!

Die ultimative Prüfung: der Sommerschlussverkauf

Natürlich können sich Menschen prinzipiell bei jedem Einkauf unwohl fühlen. Besonders auffällig ist es aber in der Zeit, in der Frauen Ausschau nach einem Schnäppchen halten. Dann drängeln sich viele Damen um einen Kleiderständer. Auch in der Umkleide ist es voll. Genügend Möglichkeiten also, um den ultimativen Vergleich zu anderen Frauen herzustellen. Trägt die Umkleidenachbarin das gleiche Oberteil in zwei Nummern kleiner und betrachtet sich vor der Umkleide im monströsen Spiegel, trauen sich viele Mädels mit Problemzonen nicht mehr heraus. Es trifft sie wie ein Schlag ins Gesicht.

Ich werde niemals so gut aussehen, wie die schlanken Frauen. Sie können sich einfach ein Teil aus dem Regal ziehen und es steht Ihnen, egal welche Farbe oder Schnitt.

Das sagte einmal eine gute Freundin von mir, mit der ich regelmäßig einkaufen ging. Ich konnte an ihrem Gesicht ablesen, dass ihre Stimmung von Stunde zu Stunde mehr den Bach herunterging. Sie war frustriert durch die vielen angeblichen Fehlschläge bei der Kleiderauswahl. Natürlich gab es Sachen, die ihr wirklich nicht standen. Aber ist das nicht bei jedem von uns so? Unabhängig vom Gewicht passt mal eine Farbe nicht zu unserem Teint oder der Schnitt lässt uns einfach komisch wirken. Aber woher kommt es, dass wir so ein bestimmtes Bild im Kopf von der Idealfigur oder dem perfekten Hautbild haben?

Soziale Medien als Problem?

Mit der Fragestellung, inwieweit soziale Medien Einfluss auf unser Wohlbefinden haben, führte die britische Royal Society of Public Health eine Studie durch. Dafür wurde eine Umfrage unter 1500 14- bis 24-Jährigen durchgeführt. Ergebnis: Anscheinend existiert ein enger Zusammenhang zwischen Nutzung von Social-Media -Kanälen und der Entstehung von Angststörungen und Depressionen. Verwundern tut das nicht, schließlich hat das fotografische Sezieren seinen Preis. Niemals zuvor konnten wir uns so einfach mit anderen vergleichen. Wenn man beispielsweise Instagram öffnet, springen einem zig durchtrainierte Mädels in sexy Posen entgegen. Gratis dazu gibt es Hashtags wie #sideboob, #bellybutton oder #belfie, die dazu aufrufen, sich möglichst figurbetont zu fotografieren. In Wahrheit steckt bei den meisten aber ein riesiger Aufwand hinter den Fotos. Was so aussieht wie eben mal geknipst, wurde pedantisch geplant. Ausgangslage: Frau mit Laufschuhen und knappen Shorts sowie Oberteil abgelichtet.

Es soll eine Botschaft übermitteln, und zwar:

Hey Leute, schaut mal, wie gut ich noch nach einer anstrengenden Runde Sport aussehe!

Komisch nur, dass die Laufsohle blitzeblank ist und dass, obwohl der Titel verrät, dass es sich um eine 3-km-Laufrunde durch den Wald gehandelt hat. Kein Tropfen Schweiß, ganz im Gegenteil das Make-up sitzt tadellos. Das wahrscheinlich im Garten aufgenommene Foto ist genauso verlogen, wie die Bilder, die angeblich direkt nach dem Aufwachen gemacht werden. Kein Mensch sieht so aus, wenn er aufwacht! Obwohl wir das wissen, machen diese Fotos etwas mit uns. Sie lassen uns zweifeln, ob wir vielleicht die sind, die ein Problem haben. Der Schlüssel: Selbstwahrnehmung!

Ich habe mir beispielsweise 15 Jahre Kontaktlinsen in die Augen gequält, obwohl ich sie nicht gut vertrage. „Ohne Brille siehst du viel besser aus!“ So welche Sätze ignoriere ich, denn ich liebe meine Brille!

Lösung? An der Selbstwahrnehmung arbeiten!

Trainer, die das Selbstbild coachen, sprießen wie Pilze aus dem Boden. Kein Wunder, denn die Selbstwahrnehmung bestimmt ganz wesentlich unsere mentale Gesundheit. Wer in der Lage ist, sich selbst gut wahrzunehmen, erspürt seine Bedürfnisse und Gefühle besser. Graue Theorie, oder? Aber wie gelingt es, den eigenen Körper und die Wahrnehmung in Einklang zu bringen? Hier die Tipps für eine bessere Selbstwahrnehmung.

Tipp Nr. 1: Tagebuch schreiben. Schreibe einfach herunter, was dir durch den Kopf geht, was dich im Tagesablauf beschäftigt hat und wie du dich gefühlt hast. Einmal in der Woche kannst du dir deine Einträge durchlesen und versuchen, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Stell dir vor, nicht du liest deine Zeilen, sondern eine unabhängige Person. Wie würdest du deine Einträge werten? Entsprechen sie tatsächlich den Tatsachen oder nimmst nur du dich so negativ war?

Tipp Nr. 2: Körperliche Aktivität. Nichts vermittelt einem ein so gutes Körpergefühl wie Sport. Optimalerweise verbindest du die Aktivitäten mit einer anschließenden Entspannungsübung. Dabei kannst du dich ganz auf dich selbst besinnen.

Tipp Nr. 3: Sich von den Vorstellungen anderer lösen. Was uns soziale Medien oft transportieren möchten ist klar: Nur, wenn du einen perfekten Körper, eine gerade Nase und einen ebenmäßigen Teint hast, bist du in der Upperclass. Völliger Quatsch, denn wichtig ist, was du selbst von dir denkst. Abnehmkuren und Eingriffe – das alles wird dich nicht glücklich machen, wenn dein eigentliches Problem die Abhängigkeit von anderen Meinungen ist.

Ich persönlich liebe unperfekte Menschen, denn sie strahlen etwas aus, was Instagram so dringend fehlt: Persönlichkeit!

3 thoughts on “Vergiss die Selbstzweifel! 3 Tipps, um deine Selbstwahrnehmung zu stärken!

  1. Ein wunderbarer, wertvoller und so wichtiger Artikel. Das was in den Medien läuft, ist eindeutig die falsche Richtung. Es geht nur noch um Fassade. Schön eine solche ehrliche & persönliche Plattform wie deine zu haben <3

    1. Vielen Dank Mareike! Ja, das empfinde ich genauso! Der Mensch wird einfach nicht mehr wahrgenommen, es wird sich ausschließlich über gefakte Äußerlichkeiten definiert!

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