ICL oder Augenlasern: Was ist besser?

Wenn du dich für das Augenlasern interessierst, solltest du auch mit der ICL liebäugeln. Sie stellt eine gute Alternative dar und kann auch bei dünner Hornhaut große Seeeinschränkungen beheben. In diesem Artikel verrate ich dir, warum ich mich für eine ICL entschieden habe und was aus meiner Sicht die Vorteile sind.

 Warum die Brille wegmusste 

Jahrzehntelang habe ich mich mit meiner Sehhilfe abgefunden. Der Leidensdruck wurde aber größer, genauso wie der Nervfaktor. Wenn du mit 7,5 Dioptrien deine Brille verlegst (was erstaunlich oft vorkommt) dann geht das große Suchen los. Mit planlos tastenden Händen kann so eine Brillensuche einige Zeit dauern. Darüber hinaus gab es natürlich noch andere Störfaktoren, warum ich eines Tages entnervt in die Welt gerufen habe: „Die Brille muss weg!“

  • Ich habe Kontaktlinsen nicht mehr vertragen (ständiges Fremdkörpergefühl)
  • Die Brille störte bei sportlichen Aktivitäten und Ausflügen
  • Ich habe mit Brille rein subjektiv kein perfektes Sehvermögen erlangt
  • ständig angestrengte Augen und Kopfschmerzen
  • Druckstellen an der Nase
  • Schwimmen und Schnorcheln war mit Brille schwierig bis unmöglich 

Stimmst du mir in den meisten Punkten zu? Dann ist eine ICL vielleicht auch für dich die richtige Entscheidung. 

Was ist ICL? 

Jeder kennt irgendjemanden, der sich die Augen hat lasern lassen. Aber kennst du auch Menschen, die sich für eine ICL entschieden haben? Ich habe zum Glück einen Bekannten und der ist sehr zufrieden. Bei einer ICL handelt es sich um eine intraokulare Linse, die in das Auge eingesetzt wird. Die natürliche Linse bleibt erhalten und somit auch deine Fähigkeit stufenlos zu fokussieren. Sie wird in der Regel bis zum 45. Lebensjahr eingesetzt. Danach raten Mediziner aufgrund der altersbedingten Sehschwäche zu einer Multifokallinse. Dabei wird die körpereigene Linse gegen eine künstliche Linse ausgetauscht. 

Was kann die ICL korrigieren? 

Im Gegensatz zum Augenlasern kann die ICL deutlich höhere Werte korrigieren. Sie kann Kurzsichtigen mit bis zu -16,00 Dioptrien und Weitsichtigen mit bis zu +10,00 Dioptrien helfen. Auch eine Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien kann damit ausgeglichen werden.  

ICL oder doch Lasern? Das ist meine Meinung! 

Als Gesundheitsökonomin und Medizinjournalistin habe ich mich intensiv mit beiden Verfahren beschäftigt. An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass es sich hier ausschließlich um meine persönliche Meinung und keine Werbung handelt. Ob du dich für eine ICL oder das Augenlasern entscheidest, solltest du von verschiedenen Faktoren abhängig machen, unter anderen ist dabei entscheidend:

  • Wie deine Werte sind (Hornhautdicke, Hornhautverkrümmung, Dioptrien)
  • Wie hoch dein Leidensdruck ist
  • Wie lang deine Heilungsphase betragen kann (insbesondere bei der Relex-Smile-Lasertechnik berichten Patienten über mehrere Wochen verschwommene Sicht).
  • Wie hoch dein Budget ist (ICL sind in der Regel deutlich teurer im Vergleich zum Augenlasern).

Ich besitze eine dünne Hornhaut, daher wurde mir von einer Laserbehandlung abgeraten. Das war für mich aber auch nicht schlimm, denn ich hätte mich ohnehin nicht für diese Option entschieden. Zum einen gefällt mir der Gedanke nicht, dass mir Gewebe entfernt wird. Besser anfreunden kann ich mich damit, dass dem Auge etwas hinzugefügt wird, was auch jederzeit entfernt werden kann. Zudem kannst du in Erfahrungsberichten nachlesen, dass es zu Abweichungen beim Lasern gekommen ist. Dadurch mussten einige Patienten nach der Behandlung noch eine Brille tragen.

ICL (intraokulare Linse) Vor- und Nachteile 

Was macht man, wenn man sich nicht entscheiden kann? Genau, man trägt die verschiedenen Vor- und Nachteile einer Option zusammen und genau das möchte ich mit euch jetzt machen.

Vorteile ICL:

  • Minimalinvasiver Eingriff
  • Kein Flap, nur ein 3 mm Schnitt
  • Durch korrekte Berechnungen besteht eine gute Chance brillenfrei zu werden
  • Kurze Heilungsphase
  • Das Auge wird nicht verändert, es wird lediglich etwas hinzugefügt
  • Jederzeit rückgängig zu machen, indem die Linse wieder entfernt wird
  •  Option, im Alter die körpereigene Linse durch eine Multifokallinse zu ersetzen
  • In der Regel eine narbenlose Heilung
  • Hohe Biokompatibilität durch ausgereiftes Material
  • Langzeiterfahrungen von 19 Jahren

 Nachteile ICL:

  • Teurer als Augenlasern
  • Es besteht das Risiko, später einen grauen Star zu entwickeln, sofern die künstliche      Linse zu straff auf der körpereigenen Linse aufliegt (das Risiko wurde durch moderne implantierbare Linsen aber deutlich reduziert)
  • Risiken wie Entzündungen am Auge, die durch eine gute Nachsorge und deine              Mitarbeit aber stark reduziert werden können.

Eine gute Klinik hilft bei der Entscheidung

Wie bei allen medizinischen Eingriffen ist die Beratung sehr wichtig. Erst die individuellen Messwerte verraten dir, welche Methode für dich infrage kommt. In einem ausführlichen ärztlichen Gespräch wird über die Risiken und Grenzen einer Behandlung aufgeklärt. In vielen Fällen kann dadurch die Entscheidung getroffen oder zumindest erleichtert werden. Hierbei ist Vertrauen sehr wichtig. Ich habe zwei Kliniken vor meiner Operation miteinander verglichen und muss sagen, dass es dort große Unterschiede gibt. In der ersten Praxis fühlte ich mich so schlecht aufgehoben, dass ich aufgrund der vermittelten Informationen keine Entscheidung treffen konnte, denn ich wurde schlichtweg nicht aufgeklärt. Eine gute Klinik nimmt sich Zeit für ein Aufklärungsgespräch und beantwortet dir alle Fragen ohne auszuweichen. Da der erste Augen-Check kostenlos ist, kannst du mehrere Kliniken miteinander vergleichen und dich für diejenige entscheiden, die dir das beste Gefühl vermittelt.

Welche Methode kommt für dich infrage oder hast du dich bereits entschieden? Ich freue mich über deine Kommentare!

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