Corona: Einzelkinder leiden besonders

Corona zwingt uns viel Zeit zu Hause zu verbringen

Die Corona-Krise ist allgegenwärtig. Eigentlich hat man schon gar keine Lust mehr, das Radio oder den Fernseher einzuschalten. Warum auch? Für Eltern gibt es hier nicht viel Neues. Stattdessen wird mit aktuellen Erkrankungszahlen um sich geworfen. Die andauernde Isolation betrifft vor allem Kinder, genauer gesagt Einzelkinder.

Corona: wenn Unsicherheit den Alltag bestimmt

Wir haben einen Familienkalender in der Küche. Anfangs habe ich mich gefreut, alle Termine davon streichen zu können. Schließlich ist der Alltag mit Kindern ganz schön vollgepackt. Eine Atempause tat uns allen gut. Nach und nach sind alle Aktivitäten verschwunden. Auch die, die wirklich Spaß gemacht hätten.
Jeden Tag mache ich den Fernseher in der Hoffnung an, dass es für uns Eltern etwas Neues gibt. Leider reihen sich leere Phrasen aneinander. Mittlerweile wurde – so mein Eindruck – vonseiten der Politiker zumindest wahrgenommen, dass Kinder ebenso existent wie Unternehmen sind.
Trotzdem, kein Land in Sicht. Experten überschlagen sich mit halb ausgefertigten Plänen, die den Schulalltag wieder möglich machen sollen. Zurecht, schließlich müssen unsere Kinder irgendwann wieder richtigen Unterricht haben.
Zum Thema Kindergarten bleibt es weiterhin still. Dabei sind es gerade Kleinkinder, die den Home-Office-Alltag durcheinanderwirbeln.
Hand aufs Herz: Wir Eltern freuen uns auf den Tag, an dem wir ein wenig Normalität zurückgewinnen. Die Zeit mit unseren Kindern ist herrlich und jeder Moment ist kostbar. Allerdings wächst mit zunehmender Zeit der Druck. Es stellen sich Fragen, ob das Kind zu Hause genügend lernt und wo das Geld im nächsten Monat herkommt.
Unsicherheit bestimmt den Alltag. Eltern können sich derzeit nur von einer Pressekonferenz zur nächsten hangeln und hoffen, dass die Pläne der Regierung konkreter werden.

Corona: Angst vor Ansteckung (Kinder)

Irgendwie gehört es schon zum neuen Stadtbild. Kinder laufen mit Masken draußen herum und versuchen ein wenig frische Luft zu schnappen. Beim täglichen Spaziergang grüßen meine Kinder im Vorbeigehen ihre Freunde, die im Garten sitzen. Isolation vom feinsten.
Uns Eltern passt diese Situation nicht. Aber wie würde die Alternative aussehen? Das Kontaktverbot soll entscheidend dazu beitragen, dass sich das Corona-Virus nicht weiter verbreitet. Daher sind die Schließungen von Schulen und Kindergärten natürlich nachvollziehbar.
Ich habe mir die Frage gestellt, wie es mir gehen würde, wenn ab nächster Woche alles wieder normal laufen würde. Ganz ehrlich: Ich hätte ein mulmiges Gefühl. Das Schreckgespenst Corona geht schließlich immer noch um. Auch wenn Kinder deutlich seltener und vor allem weniger stark erkranken, kann niemand hundertprozentig sagen, wie der exakte Verlauf bei meinem Kind sein würde oder was geschieht, wenn andere Familienangehörige angesteckt werden.
Bis es eine Impfung oder ein Heilmittel gibt, müssen wir uns also weiter vor einer Ansteckung fürchten.

Die Corona-Krise betrifft die ganze Welt.

Corona: Einzelkinder trifft es hart

Alle Kinder leiden unter der Isolation, dessen bin ich mir sicher. Schließlich gehören soziale Kontakte zum Alltag dazu. Das gilt für uns Erwachsene ebenso wie für unseren Nachwuchs. In der Schule, im Kindergarten oder bei Freizeitaktivitäten genießen sie den Umgang mit anderen Kindern. Hier wird gelacht, sich ausgetauscht oder einfach nur Blödsinn gemacht. Das fehlt jetzt.
Mit Sicherheit haben sich viele Kinder gefreut, dass vorerst keine Schule mehr stattfindet. Voller Energie wurde in den Tag gestartet und alles das gemacht, wozu sonst wenig Zeit ist.
Jetzt, nach Woche sieben, wurden alle Spielzeuge von allen Seiten angeschaut, alle Bücher gelesen und alle Hörspiele durchgehört. Nun mangelt es an neuen Ideen. Die Bastelkiste ist leer und auf Bäume klettern ist mittlerweile auch langweilig geworden.
Eltern geht ebenso die Puste aus. Die gut gemeinten Beschäftigungsideen der Einrichtungen wurden anfangs voller Euphorie umgesetzt, mittlerweile zerrt die Situation aber an den Nerven. Die dreifache Belastung, die sich bei vielen aus Home- Office, Kinderbeschäftigung und Homeschooling ergibt, macht müde.
Ich tausche mich regelmäßig mit anderen Eltern via Telefon aus. Besonders schwer haben es verständlicherweise Einzelkinder. Sie haben keine Geschwisterkinder, mit denen sie spielen können.
Ich habe letztens eine Diskussion auf Facebook verfolgt, die mich geärgert hat. Dort behauptete eine Frau, das 2-jährige doch gar keinen Kontakt zu anderen Kindern benötigen. Schließlich würden sie in diesem Alter überwiegend mit sich selbst spielen. Zwar ist es richtig, dass der kleine Nachwuchs sich gerne mit sich selbst beschäftigt, aber trotzdem sind Spielgefährten wichtig.
Sie bringen Freude und Abwechslung ins Leben. Zudem fördern sie den Austausch von Emotionen. Nicht zuletzt kann auch der kleinste Nachwuchs von anderen Kindern etwas lernen. Fakt ist, soziale Kontakte sind in jedem Alter wichtig – von 0-99 Jahren.

Stay Home – andere vor Corona schützen

Corona Isolation – was tun?

Wir können nur warten. Warten darauf, dass uns Eltern ein Ausstieg aus dieser schwierigen Situation angeboten wird. Ich hoffe sehr, dass er so gestaltet wird, dass wir Überlastung nicht gegen Sorge vor Ansteckung tauschen müssen.
Ein Schichtmodell, in denen wenige Kinder wieder an ihren fast vergessenen Alltag erinnert werden, könnte helfen.
Bis dahin versuchen wir, so oft es geht, mit Verwandten zu telefonieren und möglichst viele Erinnerungen zu schaffen, die positiv sind.

Vielleicht magst du auch in meine 5 Tipps für mehr Motivation im Alltag reinschauen.

Was macht die Krise mit euch als Eltern oder Berufstätige? Habt Ihr ein Einzelkind? Erzähl doch mal!

2 thoughts on “Corona: Einzelkinder leiden besonders

  1. Mein Sohn (2,5 Jahre) und Einzelkind leidet nicht. Er sagt selbst, dass er den Kindergarten nicht vermisst und es schön mit Mama und Daddy zu Hause ist. Wir arbeiten beide im Home Office ( 4 und 8 std.). Ich genieße es sehr, da ich mein Kind nie vor dem 3. Geburtstag in die Krippe geben wollte, aber es finanziell leider nicht anders möglich war. Für mich ist das wie ein Geschenk dir Zeit nocheinmal richtig intensiv erleben zu dürfen. Ich bin mit meinem Sohn schon 7x alleine verreist, da ich auch schon vor meiner Ehe gerne und oft alleine die Welt bereist habe. Wir haben ein sehr enges Verhältnis und aufgrund Home Office kann ich meinen Alltag besser strukturieren und so gestalten, wie es mir am Besten passt. Natürlich weiß ich, dass dies nicht mit jedem Job so möglich ist.

    1. Hallo liebe Nicole, das freut mich sehr, dass ihr für euch so einen wundervollen Weg gefunden habt, um etwas Positives aus der Krise zu „ziehen“. Danke für deine Erfahrung und genießt weiterhin die gemeinsame Zeit! ❤

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